Ausflug in die Niederlande vom 23. Bis 28. Juni 2019

Veröffentlicht von Sabine Hauck
Rückblick >>

 

 

1. Tag

Mit dem bewährten Reisebusunternehmen Martin Kurzenberger starteten wir am Sonntag um 6.00 Uhr in Oeffingen mit bestem Reisewetter. Unsere Reiseroute verlief über Heidelberg, Worms, Koblenz, über die niederländische Grenze nach Nijmegen, bis nach Rotterdam.

In Koblenz erwartete uns ein fantastisches Frühstücksbuffet auf dem Weingut Karl Lunnebach. Entspannt genossen wir bei strahlendem Sonnenschein und mit guter Laune diese Köstlichkeiten – ein Reiseauftakt besonderer Güte!

In Nijmegen sahen wir uns den Marktplatz an und gingen über die Einkaufsstraße zum Valkhof Park. Nach einer grandiosen Aussicht den Lindenberghaven hinweg auf die Waal und den stählernen Bogen der Waalbrug, trafen wir auf die Karolinger und Staufer: die sehr gut erhaltene Nikolauskapelle, geschätzte Erbauung 1047, auf der von Karl dem Großen gegründeten Pfalz. Der Stauferkaiser Friedrich I. Barbarossa ließ 1155 auf den Trümmern der im 11. Jahrhundert niedergebrannten karolingischen Pfalz eine neue Burganlage, den Valkhof (dt.: Falkenhof), errichten. Die heute noch existierende Chorapsis der Martinskapelle wird auch Barbarossaruine genannt.

Am Spätnachmittag trafen wir dann im Hotel Atlanta in Rotterdam ein. Nach dem Bezug der Zimmer trafen wir uns zum Abendessen im Speisesaal.

2. Tag

Nach dem Frühstück trafen wir unsere Gästeführerin Mathilde, die uns die nächsten Tage zu den Sehenswürdigkeiten begleitete. In Delft besuchten wir die königliche Porzellanmanufaktur, wo wir bei einer Führung viel wissenswertes über das Delfter Blau, eine Fayenceart mit blauem Dekor, welches traditionell in Delft hergestellt wird, erfuhren. Mit Mathilde erkundigten wir nun die historische Altstadt in Delft, wo wir auch die Oude Kerk, die große, gotische mit ihrem Markenzeichen, dem 75 Meter hohen Westturm, der sich im weichen Untergrund 1,96 Meter aus dem Lot geneigt hat, bewunderten. Der Gegensatz dazu ist die Nieuwe Kerk. Sie ist eine der größten Kirchen der Niederlande, der Westturm ist mit 109 Metern Höhe der zweithöchste des Landes. Die Nieuwe Kerk ist die Grabkirche des niederländischen Königshauses; 45 Angehörige der Dynastie sind hier beigesetzt. Einen großen Eindruck hinterließ die Koepoortbrug (Kuppel-Torbrücke), die als Klappbrücke, die Schiffe durchfahren lässt, und sonst von Autos und Fußgängern genutzt wird.

Zurück in Rotterdam, der zweitgrößten Stadt der Niederlande erkundigten wir die dortigen Sehenswürdigkeiten. Rotterdam wurde 1230 gegründet, als ein Damm am Fluss Rotte gebaut wurde. Die ersten Siedler waren wahrscheinlich Heringsfischer, die hier ihren Fang umluden. Nach dem Erhalt der Stadtrechte 1340 entwickelte sich die Stadt wegen ihrer günstigen geografischen Lage schnell zu einer reichen Handelsstadt. Sehenswert war die  Rotterdamer Wolkenkratzer-Silhuette, die sich seit Mitte der 1980er-Jahre entwickelt hat.

Anlässlich der Floriade 1960 wurde der Euromast als Aussichtsturm errichtet und 1970 durch Aufsetzen eines Mastes auf seine jetzige Gesamthöhe von 185 Metern verlängert. An diesem Mast schraubt sich eine rotierende Gondel hoch, die rundum verglast ist. Eine originelle Siedlung, die 1984 errichtet wurden sind die Kubus Häuser (Sechskanthäuser), würfelförmige Einzelhäuser, die auf einer Spitze stehen.

Die Markthalle ist der erste komplett überdachte Lebensmittelmarkt in den Niederlanden. Das Einzigartige an dieser Halle ist, dass sie nicht nur eine Mischung von Markt, Einkaufsläden, Gaststättengewerben und Parkplätzen ist, sondern auch in den 11 Stockwerken 228 Wohnungen beinhaltet.

Nach dieser Stadtführung ging es zur Hafenschifffahrt. Mit einem Umschlag von rund 450 Millionen Tonnen im Jahr ist der Hafen Rotterdam der größte Hafen in Europa. Über 12.500 Hektar erschließt sich das Hafengebiet mit einer Gesamtlänge von ungefähr 40 km. Der im Rhein-Maass-Delta an der Rheinmündung (Nordsee) gelegene Hafen hatte im Jahr 2018 einen Seegüterumschlag von 468,984 Millionen Tonnen. Eine unverstellbare Dimension!

3. Tag

Nach dem Frühstück ging es heute mit unserer Reisebegleiterin nach Amsterdam, der Hauptstadt der Niederlande. Bei der Grachtenfahrt fuhren wir durch verschiedene Kanäle an Grachtenhäusern vorbei, die uns mit ihrer Bauweise erstaunten. Die Front ist sehr schmal gehalten, und es steht hier Haus an Haus, wobei die wirkliche Seitenlänge der Häuser nicht zu sehen ist. Auch die Gärten sind auf der Rückseite der Häuser.

Beim Stadtrundgang in Amsterdam konnten wir viele Sehenswürdigkeiten bewundern wie das historische Stadtzentrum, den Königspalast der im niederländischen Klassizismus erbaut wurde und das Reichsmuseum. Zum Abendessen waren wir im typisch niederändischen Restaurant Haesje Claes.

4. Tag

Am 4. Tag brachen wir nach dem Frühstück auf zur Fahrt nach Haarlem, auch Kleinamsterdam genannt. Bei einem Stadtspaziergang konnten wir die typischen Herrenhäuser, die Grachten und auch die malerischen Hofjes besichtigen. Dies sind Wohnhöfe, die von reichen Bürgern im 17. Und 18. Jahrhundert gestiftet wurden, um ältere alleinstehende Frauen zu versorgen. Nachmittags ging es weiter nach Edam Volendam, einem bunten Fischerstädtchen, am Markermeer gelegen. Die Hafenpromenade mit ihren bunten Holzhäuschen und den vielen Läden, gaben dem Touristenstädtchen ein farbenfrohes Gesicht.

In Volendam besuchten wir die typische Käserei, mit einer Holzschuhherstellung – De Simonehoeve. Nach der Führung erwartete uns ein Abendessen und ein holländisches Folkloreprogramm mit Holzschuhtanz.

5. Tag

Heute erwartete uns eine Fahrt nach Den Haag. Hier besuchten wir zuerst die Parkanlage Clingendael, ein holländischer Garten aus dem 16. Jahrhundert. Beim anschließenden Stadtspaziergang sahen wir auch den Königlichen Palast Noordeinde mit seiner strengen klassizistischen Fassade im Zentrum von Den Haag, der als offizieller Amtssitz der niederländischen Monarchie dient.

Der Friedenspalast wurde Anfang des 20. Jahrhundert vom Millionär Andrew Carnegie gestiftet und von vielen Staaten der Welt finanziell mitgetragen, so stiftete z.B. Deutschland den schmiedeeisernen Zaun; hier tagt der Internationale Gerichtshof der UNO.

Am Abend verabschiedeten wir uns von unserer immer gutgelaunten, charmanten Reisebegleiterin, die uns ihre Heimat sehr launig und mit fundiertem Wissen nahebrachte.

6. Tag

Auf der Heimreise besuchten wir in Bonn das Haus der Geschichte. Hier wird auf verschieden Etagen die deutsche Geschichte nach dem zweiten Weltkrieg im kulturellen und politischen Bereich und im Alltag dargestellt.

Nach der obligatorischen Einkehr trafen wir am späten Abend wohlbehalten wieder in Oeffingen ein. Hier trennte sich die immer gut gelaunte Reisegruppe und jeder nahm viele  Eindrücke und Erlebnisse mit (und natürlich holländischen Käse), aus dem Land, das mehr Fahrräder als Einwohner hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 


 

 

 

 

 


 

 


 

 

 

 

 


 

 


 


 


 

 

 


 


 

 

 




 

 

 


Zuletzt geändert am: 30.07.2019 um 14:23

Zurück